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Erlebt - Südafrika

Sarah Wingert

Oktober 2018 – Februar 2019 mit Jugend für Christus

Unterrichtsgestaltung

Nachmittagsprogramm an Grundschulen

Durchführung Kinderstunden & Jugendgruppen

Praktische Arbeit auf der Farm

Bericht

Hey, ich bin Sarah und bin gerade erst von meinem 5-monatigen Auslandseinsatz in Südafrika, Robertson zurückgekommen. Dort hatte ich das Privileg fast jeden Morgen in die Schule zu gehen, wo ich den Lehrern bei Arbeit ausgeholfen habe oder den Kindern Sachen erklärt habe und in den Pausen immer mit ihnen gespielt habe. Hauptsächlich ging es aber darum Zeit mit den Kindern zu verbringen. Nachmittags war ich dann immer mit 5-7 weiteren Leuten aus meinem mittlerweile 10-köpfigen Volontärsteam in verschiedenen Orten im KidsClub. Das ist sozusagen ein Jungschar-Programm, bei dem wir mit den Kindern spielen, tanzen und ihnen jedes Mal eine Message mitgeben. Das hat uns, aber vor allem auch den Kindern viel Spaß gemacht. Außerdem gab es dienstags morgens immer ein Training als geistlichen Input für uns Volontäre und donnerstags haben wir die Farm auf Vordermann gebracht.
Diese Zeit war wirklich eine ganz besondere Zeit für mich und der Abschied ist mir wirklich schwer gefallen, nicht zuletzt, wegen einem Kind in meinem letzten KidsClub, dass auf die Mitteilung, dass ich gehe, angefangen hat zu weinen, weil es mich so ins Herz geschlossen hatte. Das hat mir dann wirklich im Herzen weh getan.
Natürlich war der Einsatz auch manchmal herausfordernd, so zum Beispiel an meinem allerersten Tag, wo ich noch kaum einen Brocken Afrikaans verstand und direkt mit einer Mitvolontärin allein eine aufgedrehte zweite Klasse betreuen durfte, die natürlich ebenso wenig Englisch verstand, wie ich Afrikaans. An diesem Tag hatte ich mich wirklich auspowern müssen, um die Kinder im Zaum zu halten, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Manchmal waren auch in den KidsClubs die Kinder nicht ganz konzentriert, einige Kinder haben die ganze Zeit geredet oder die Kinder wollten nicht bei dem Programm mitmachen, weil es zu heiß war. Auch das war herausfordernd, da wir Volontäre dann trotz der 38 Grad noch mit voller Energie dabei sein mussten.
Doch neben all den Schwierigkeiten habe ich das Land und die Kultur einfach unglaublich schätzen gelernt. Die Südafrikaner mit ihrer Herzlichkeit und offenen Gastfreundlichkeit haben dafür gesorgt, dass ich mich gleich am ersten Tag willkommen geheißen fühlte und das Land hat einfach eine wunderschöne, bergige Natur mit herrlichen Wanderwegen, Schluchten und Flüssen.
Insgesamt habe ich in diesem Kurzzeiteinsatz viel mehr gelernt, als sich hier zusammenfassen lässt und ich würde und werde es wahrscheinlich auch wieder tun, denn man arbeitet nicht nur in einem fremden Land, sondern man findet dort auch eine Familie, die, auch wenn man wieder zurückkehrt, nie wieder verschwindet und man kommt nicht mehr als der zurück, der man war, sondern um viele Erfahrungen reicher. Deshalb kann ich es wirklich nur jedem empfehlen.